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Sechs Regeln für ein glückliches Arbeitsleben

Unten finden Sie das Gästeblog von BR-NDs Alexander Koene, Mitglied bei Spaces und Gastgeber des Positive Action Behaviour Workshops am 14. April.

Jeder von uns fragt sich manchmal nach dem Sinn des Lebens. Warum bin ich hier? Welche Rolle spiele ich? Warum muss ich leiden? Wie kann ich mein Leben besser machen? Wahrscheinlich denken wir alle hin und wieder über diese Fragen nach. Und wie es aussieht, gibt es keine einfachen Antworten. Die Suche nach Sinn und Glück im Leben gehört zu den menschlichen Bedürfnissen. Verdienen wir nicht alle ein sinnvolles Leben? Verdienen wir nicht alle Zufriedenheit bei der Arbeit?

Früher dachte ich, ich könne meinem Leben Sinn geben, indem ich nach materiellem Wohlstand, einem Jetset-Leben und einer erfolgreichen Karriere strebe. Das hat mich motiviert, mehr zu arbeiten, einen Business-Abschluss zu machen und die Karriereleiter hochzusteigen. Das Ergebnis war ein dickeres Konto, ein größeres Haus, ein schnelleres Auto, eine perfektere Familie, eine bessere Frau.  Rückblickend ist es nicht verwunderlich, dass all dieser materielle Wohlstand nicht zu einem glücklicheren Leben führte. Letztendlich fühlte sich alles oberflächlich und leer an. Das Schlimmste war, dass ich auf dem Weg auch die Liebe meines Lebens verlor.

Wahres Glück bedeutet für jeden etwas anderes, es gibt nicht eine einzige Definition. Einige Menschen definieren Glück als den Genuss einfacher hedonistischer Freuden. Andere denken an einen spirituellen Sinn, an Verbindungen und Liebe. Ich denke, dass die Suche nach Glück der Antrieb für unser gesamtes Verhalten ist.

Mein Leben ist ein Klischee. Als ich in die Midlife-Krise kam, begann ich mich für Psychologie, Soziologie und Philosophie zu interessieren. Ich stellte mir Fragen wie: Warum machen wir so viele verrückte Dinge? Was bedeuten Liebe und Anziehungskraft? Verzweifelt studierte ich alle wissenschaftlichen Beweise, die zu den Themen Antriebskraft, Motivation und Emotionen veröffentlicht wurden. Das Wissen bereicherte mein Verständnis und veränderte meine Hoffnungen und Ziele. Ich strebte nicht mehr nach größer und besser.

Ich lernte, den Wert einer tiefen geistigen Verbindung mit Gleichgesinnten zu schätzen. Als ich um die Jahrtausendwende die Karriereleiter verliess und daraufhin begann, eine Markenberatung aufzubauen, vermied ich es immer mehr, mit Menschen zu arbeiten, mit denen ich nicht eng befreundet war.  Mir wurde klar, dass kreative Ideen in einer schönen Umgebung viel besser fliessen. Und dass Menschen nur dann aufblühen können, wenn sie sich körperlich und geistig in Bestform fühlen. Ich entdeckte, dass Geld die falsche Motivation ist. Wie wir alle in der Vergangenheit gesehen haben, lässt uns Geld die falschen Entscheidungen treffen.

Meine persönliche Reise in ein reiches und sinnvolles Leben hat mir zu einigen grundlegenden „glücklichen” Verhaltensregeln verholfen. Bei BR-ND wollen wir diese Regeln jeden Tag umsetzen. Ich glaube, dass diese Regeln universell sind. Jeder Mensch, jedes Team, jede Organisation kann davon profitieren, diesen Regeln zu folgen. Wenn ich für einen Kunden arbeite, bin ich immer verwundert, diese Grundlagen nicht vorzufinden. Wie können Teams, die keine Chance auf glückliches Verhalten haben, erfolgreich sein? Wie können Marken ohne positive Energie je anziehend wirken?

Zusammenfassung der „Glücksregeln”:

  • Entdeckt euren persönlichen Sinn und den des Teams. Macht das zusammen und seid euch über den Prozess bewusst. Lasst euch nicht in eine Unternehmensmission oder in Value Statements quetschen, an die ihr nicht glaubt und mit denen ihr euch nicht identifiziert. Wir sprechen hier von persönlichen, menschlichen Gefühlen. Warum existiert ihr und warum ist das wichtig? Wofür kämpft ihr und woran glaubt ihr? Wie wollt ihr gemeinsam etwas in der Welt bewegen?
  • Wählt Menschen aus eurer Umgebung aus, die wahre Freunde sind oder werden könnten. Teams werden nie aufblühen, wenn emotionale Verbindungen, Interessen und Verständnis fehlen. Konzentriert euch auf das Talent, nicht auf die Aufgaben oder die Kompetenzen. Wir sprechen über liebevolle Verbindungen, über Empathie und persönliches Wachsen.
  • Gestaltet eine Kultur mit viel Raum, um zu träumen, zu forschen, kreativ zu sein, zu zerstören und wieder aufzubauen. Ohne konkrete Arbeitsergebnisse. Bringt das Kind in euch zum Vorschein. Geht spielen!
  • Esst zusammen und sorgt dafür, dass ihr den Geschmack wahrnehmt. Warme Mahlzeiten sind noch besser. Ernährt euch vielseitig. Esst kein vorgefertigtes Essen, sondern bereitet Mahlzeiten mit Liebe vor und esst gemeinsam.
  • Macht euch zusammen fit. Nehmt zusammen an Sportaktivitäten teil. Tägliche Übungen machen umgehend glücklich. Und in der Gruppe tragen sie zum Zusammenhalt des Teams bei. Entscheidet, engagiert euch, handelt. Sport macht Spass und sorgt umgehend für Glücksgefühle.
  • Sorgt für ein schönes Arbeitsumfeld. Streicht die Wände bunt an und besorgt Blumen. Wie sieht’s mit Duft und Musik aus? Wir reden über Ästhetik.

Werden diese „Glücksregeln” befolgt, kann man viel effektiver arbeiten. Versprochen. Interesse, diese Verhaltensregeln in der Praxis zu sehen? Macht mit beim Positive Action Behaviour Workshop von BR-ND am 14. April.

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